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Das Patient Blood Management (PBM) ist ein multidisziplinäres Behandlungskonzept zur Reduktion und Vermeidung von Anämie und Blutverlust sowie zum rationalen Einsatz von Fremdblutprodukten. Das PBM ist ein klinisches, multimodales und patientenzentriertes Konzept, das vorrangig die Behandlung oder Vermeidung von Blutarmut (Anämie), die Minimierung von Blutverlusten und die Erhöhung der Anämietoleranz beinhaltet. Dabei hat PBM einen präventiven und korrektiven Einfluss auf jene Risikofaktoren, welche üblicherweise zu Bluttransfusionen führen. Die Anwendung des PBM-Konzeptes ist nicht nur für die perioperative Phase, sondern für alle Bereiche der Medizin, die sich mit der Behandlung mit Blut und Blutprodukten auseinandersetzen, indiziert. Übergeordnetes Ziel des PBM ist es, die Patientensicherheit zu verbessern.
Weltweit gibt es inzwischen zahlreiche PBM-Konzepte, beispielsweise in Australien und Österreich. In Deutschland wurde PBM zunächst an den Universitätskliniken Frankfurt, Bonn, Kiel und Münster eingeführt. Inzwischen konnten zahlreiche weitere Kliniken für das Projekt begeistert werden und PBM entwickelt sich zu einem maßgeblichen Qualitätsindikator in deutschen Krankenhäusern.



Das PBM Projekt erhält finanzielle Unterstützung durch B. Braun Melsungen, CSL Behring, Fresenius Kabi und Vifor Pharma.